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Alexander Borodin: »Polowetzer Tänze« aus dem zweiten Akt der Oper »Fürst Igor«

Bei ihrem ersten Gastspiel in Paris präsentieren die »Ballets Russes« ein von Djaghilev sorgfältig zusammengestelltes russisches Programm, das wie ein Blitz einschlägt. Mit im Gepäck sind auch die »Polowetzer Tänze« des im Westen so gut wie unbekannten Alexander Borodin. Das Publikum ist hingerissen von den »Polowetzer Tänzen« – bei den frenetischen Rhythmen sollen die Zuschauer von ihren Plätzen aufgesprungen sein. Dabei handelte es sich »nur« um ein Fragment; denn die Tänze, die die Franzosen buchstäblich aus dem Häuschen bringen, stellen einen Ausschnitt aus der Oper »Fürst Igor« dar. Sie stehen am Ende des zweiten Akts und gehören zu den Highlights der Oper. Nach dem Pariser Ballett-Abend verbreitete sich ihr Ruhm wie ein Lauffeuer. Heute gehören die Tänze zum festen Bestandteil des Orchesterrepertoires weltweit und faszinieren nach wie vor – egal in welcher Version sie aufgeführt werden: entweder nur mit Orchester oder mit Orchester und Chor oder halbszenisch (Orchester, Chor und Tanz) – durch ihre mitreißenden, exotisch anmutenden Melodien und Rhythmen, ihr farbiges Klangbild und nicht zuletzt durch ihre Brillanz und Virtuosität.

Alexander Borodin