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Dmitrij Schostakowitsch: Symphonie Nr. 8 c-Moll op. 65

Die "Achte" ist die abgründigste und dunkelste von Schostakowitschs sog. "Kriegssinfonien". 1943 in Moskau uraufgeführt, stieß sie von Anfang an auf Ablehnung, die sich nach dem Krieg noch steigerte: Im offiziell verordneten Jubel über den glänzenden Sieg der Roten Armee bildete sie einen nicht zu überhörenden Missklang, den Schostakowitschs zahlreiche Gegner als weinerlichen Exzess, von Selbstmitleid gequälten Defätismus und volksfremden Expressionismus brandmarkten. Jahrelang verschwand das Werk, das die Unmenschlichkeit des Kriegs auch noch nachträglich anklagt und gleichzeitig aufgeklärteres Denken und mehr Humanität einklagt, aus den russischen Konzertsälen. Gustav Mahler ist der geistige Pate der Partitur: Wüst hämmernde Marsch-Rhythmen, herzzerreißende Trauergesänge, spukhaft dahinhuschende Scherzi und am Ende die Verweigerung jeglicher Apotheose.

Dmitrij Schostakowitsch

Geboren am 25. September 1906 in St. Petersburg, kam Schostakowitsch schon als Kind mit russischer und deutscher Musik in Berührung. Mit dreizehn Jahren begann er sein Studium (Klavier und Komposition) am Petrograder Konservatorium, das er 1925…

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