Innerhalb von 19 Jahren komponierte Gioachino Rossini 39 Opern, mit denen er europaweit Triumphe feierte. Dann setzte sich der Meister zur Ruhe, frönte seiner Kochleidenschaft und schrieb nur noch einige Gelegenheitswerke. Aber was für welche! Kleine Kostbarkeiten, die er unter dem Titel „Péchés de vieillesse“ („Sünden des Alters“) mit einer Widmung an die „Pianisten der vierten Klasse, zu denen zu gehören ich die Ehre habe“ veröffentlichte. Über den Rückzug Rossinis aus dem musikalischen Leben ist viel spekuliert worden. Es scheint aber, als habe sich Rossini angesichts der sich ändernden Opernästhetik ganz bewusst aus der musikalischen Öffentlichkeit verabschiedet. So wurde er schon zu Lebzeiten eine Legende, und es blieb ihm weitgehend erspart, als ein Relikt aus einer früheren Epoche seinen Stern sinken zu sehen. Eine unrühmliche Ausnahme ist der böse Ausspruch Richard Wagners, der Rossini als eine „abgehalfterte alte Maitresse“ bezeichnet hatte.
geboren 29.02.1792 in Pesaro
gestorben 13.11.1868 in Passy bei Paris