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Giovanni Gabrieli

Als einer der angesehensten Komponisten und Organisten seiner Zeit zog Gabrieli Talente aus halb Europa in die Lagunenstadt. Zu den bekanntesten zählte zweifellos Heinrich Schütz, der gleich zweimal nach Venedig reiste, um bei ihm die neuesten kompositorischen Techniken und Stilrichtungen aus erster Hand zu studieren. Gabrielis überregionaler Ruhm gründet um die Jahrhundertwende vor allem auf seiner 1597 bei dem Verleger Antonio Gardano gedruckten »Sacrae Symphoniae«. Neben 45 Vokalwerken enthält diese Werksammlung 16 Instrumentalsätze – 14 Kanzonen und zwei Sonaten –, die bis heute als Meilensteine der frühen Instrumentalmusik gelten, da sie wesentlich zu ihrer Emanzipation von der damals dominierenden Vokalmusik beitrugen. Mit diesen Kompositionen beeinflusste Gabrieli die Entwicklung der Instrumentalmusik zu einer eigenwertigen musikalischen Kunstform im Übergang vom 16. ins 17. Jahrhundert maßgeblich.