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Hilary Hahn

Die dreifache Grammy-Gewinnerin Hilary Hahn war in den vergangenen Spielzeiten die erste Artist-in-Residence des Chicago Symphony Orchestra, Artist-in-Residence der New Yorker Philharmoniker sowie Curating Artist des Festivals »Hilary Hahn & friends« im Konzerthaus Dortmund. Die amerikanische Geigerin gab bei über 40 lebenden Komponist*innen, darunter Steven Banks, Jennifer Higdon, Jessie Montgomery und Carlos Simon, Werke in Auftrag und setzte sich für deren Kompositionen ein. Auf ihrer 2021 erschienenen Aufnahme »Paris« ist die Weltersteinspielung von Einojuhani Rautavaaras »Deux Sérénades« zu hören, ein für Hilary Hahn geschriebenes Stück, das sie 2019 uraufführte. Weitere aktuelle Auftragswerke sind Michael Abels’ »Isolation Variation«, für dessen Aufnahme sie für einen Grammy nominiert wurde, Barbara Assiginaaks »Sphynx Moth«, Lera Auerbachs »Sonate Nr. 4: Fractured Dreams« und Sechs Partiten von Antón García Abril. García Abril, Auerbach und Rautavaara gehörten außerdem zu den 27 Komponist* innen, die zu ihrem mehrjährigen Auftragsprojekt »In 27 Pieces: The Hilary Hahn Encores« beitrugen. Zu ihren jüngsten Veröffentlichungen zählen »Night After Night«, eine Sammlung von James Newton Howards Musik zu den Filmen von M. Night Shyamalan sowie eine Aufnahme von Eugène Ysaÿes Sechs Sonaten für Solovioline, in der sie ihre künstlerischen Wurzeln als Schülerin eines ehemaligen Studenten Ysaÿes würdigte und die mit dem Gramophone Recording of the Year Award ausgezeichnet wurde. Drei von ihren Alben – die Solokonzerte von Brahms und Strawinsky aus dem Jahr 2003, die Einspielung der Konzerte von Schönberg und Sibelius aus dem Jahr 2008 und ihre Aufnahme von »In 27 Pieces: the Hilary Hahn Encores« aus dem Jahr 2013 – wurden mit Grammys ausgezeichnet. Zudem nahm Hahn 2008 Jennifer Higdons speziell für sie komponiertes Violinkonzert auf, das mit dem Pulitzer-Preis gewürdigt wurde. Hilary Hahn erhielt den Avery Fischer Prize, wurde von Musical America zur Künstlerin des Jahres 2023 ernannt, hielt die Eröffnungsrede des zweiten jährlichen Symposiums »Women in Classical Music«, erhielt 2021 den Herbert-von-Karajan- Preis und wurde mit dem 11. Glashütte Original Music Festival Award ausgezeichnet, den sie an das gemeinnützige »Project 440« in Philadelphia spendete. Hilary Hahn war 2022 Chubb Fellow am Timothy Dwight College der Yale University; außerdem erhielt sie die Ehrendoktorwürde des Middlebury College und der Ball State University, die drei Stipendien in ihrem Namen vergibt. Derzeit unterrichtet sie an der Juilliard School in New York.

 

Stand: Juni 2025

credit Chris Lee