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Jacques Offenbach

Jakob Offenbach kommt am 20. Juni 1819 als Sohn des deutsch-jüdischen Kantors Isaac Eberst zur Welt. Der junge Jacques Offenbach erhält von seinem Vater Cello- und Violinunterricht und tritt bereits in seiner Kindheit in Gasthäusern auf. 1833 schickt ihn sein Vater nach Paris, wo er von Luigi Cherubini am Conservatoire de Paris als Cellist aufgenommen wird. 1849 wird er Dirigent am Theatre francais, für das er die Bühnenmusiken zu den Theaterstücken schreibt. 1860 erhält er das französische Bürgerrecht und wird Ritter der Ehrenlegion. 1861 gibt er die Direktion seines Theaters wieder auf und widmet sich nur mehr dem Komponieren. In seinen humorvollen Operetten zeigt Jacques Offenbach seine Vorliebe für Zynismus, politisch-kulturelle Satire und Parodien großer Opernwerke. Als 1870 der deutsch-französische Krieg ausbricht, beginnt Offenbachs Ruhm zu verblassen. Das Pariser Publikum meidet ihn wegen seiner deutschen Herkunft. Er unternimmt jetzt Tourneen nach Italien und Österreich. 1873 übernimmt er noch einmal die Leitung eines Theaters, des Theatre de la Gaite, welches aber 1875 schließen muss. Im folgenden Jahr unternimmt er eine sehr erfolgreiche Reise nach Amerika, wo er anlässlich der Jahrhundertausstellung zwei seiner Operetten dirigiert und in New York und Philadelphia über 40 Konzerte gibt. Jacques Offenbach stirbt am 5. Oktober 1880 in Paris und wird am Friedhof Montmartre beigesetzt.