Der im tschechischen Brünn geborene Jakub Hrůša ist Chefdirigent der Bamberger Symphoniker, Musikdirektor des Royal Opera House, Covent Garden und übernimmt 2028 das Amt des Chefdirigenten und Musikdirektors der Tschechischen Philharmonie. Zuvor war er Erster Gastdirigent des Philharmonia Orchestra, des Orchestra dell’Accademia Nazionale di Santa Cecilia und des Tokyo Metropolitan Symphony Orchestra. Jakub Hrůša wird regelmäßig von den bedeutendsten Orchestern der Welt eingeladen: den Wiener Philharmonikern, den Berliner Philharmonikern, den Münchner Philharmonikern, dem Gewandhausorchester Leipzig, der Staatskapelle Dresden, dem Tonhalle-Orchester Zürich, dem Lucerne Festival Orchestra, dem Royal Concertgebouw Orchestra, dem Orchestre de Paris, dem Orchestre Philharmonique de Radio France, dem NHK Symphony Orchestra und dem Mahler Chamber Orchestra – und in den USA beim Cleveland Orchestra, dem New York Philharmonic, dem Chicago Symphony Orchestra und dem Boston Symphony Orchestra. Er dirigierte Opernproduktionen beim Glyndebourne Festival, an der Lyric Opera of Chicago, bei den Salzburger Festspielen, an der Wiener Staatsoper, an der Oper Zürich und an der Opéra National de Paris. Als Aufnahmekünstler erhielt er zahlreiche Auszeichnungen und Nominierungen. Bei den Gramophone Awards 2024 wurde er für seine Aufnahmen von Brittens Violinkonzert mit Isabelle Faust und dem Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks sowie von »Káťa Kabanová« mit den Wiener Philharmonikern bei den Salzburger Festspielen gleich zweimal ausgezeichnet. Mit den Bamberger Symphonikern erhielt er sowohl 2022 als auch 2023 den ICMA-Preis für die Einspielungen von Rotts Symphonie Nr. 1 und Bruckners Symphonie Nr. 4. Für seine Aufnahme von Mahlers »Vierter« wurde er mit dem Preis der Deutschen Schallplattenkritik ausgezeichnet, und 2021 wurde seine Aufnahme der Violinkonzerte von Martinů und Bartók mit Frank Peter Zimmermann für die BBC Music Magazine und Gramophone Awards nominiert. Jakub Hrůša studierte an der Akademie der musischen Künste in Prag, wo er unter anderem von Jiří Bělohlávek unterrichtet wurde. Er war der erste Preisträger des Sir-Charles-Mackerras-Preises und wurde 2020 mit dem Antonín-Dvořák- Preis der Tschechischen Akademie für klassische Musik und – gemeinsam mit den Bamberger Symphonikern – mit dem Bayerischen Staatspreis für Musik ausgezeichnet. Er ist der OPUS KLASSIK-Dirigent des Jahres 2023 und erhielt im selben Jahr die Ehrenmitgliedschaft der Royal Academy of Music in London. 2025 wurde ihm die Tschechische Verdienstmedaille für sein Engagement für die Musik verliehen. 2026 ernannte ihn Musical America zum Dirigenten des Jahres, ICMA zum Künstler des Jahres. Zudem wurde er mit dem Bayerischen Verdienstorden ausgezeichnet.
Stand: Juni 2026