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Josef Suk

Zeit seines Lebens verfolgte Josef Suk zwei musikalische Karrieren: Als Geiger war er seit seiner Studienzeit am Prager Konservatorium Gründungsmitglied im berühmten Böhmischen bzw. Tschechischen Streichquartett, das von 1892 bis 1933 bestand. 1892 begann auch seine Karriere als Komponist, als der 18-jährige Josef Suk mit seiner Serenade für Streichorchester op. 6 öffentliches Aufsehen erregte. Dieses Werk verbindet ihn künstlerisch wie persönlich eng mit einem der Väter der tschechischen Nationalmusik: Antonín Dvorák, in dessen Kompositionsklasse er studierte und dessen Tochter er während eines Sommeraufenthalts bei seinem Lehrer kennen lernte und bald darauf ehelichte. Suks besondere musikhistorische Leistung liegt in der Öffnung der nationalen Musiksprache der tschechischen Spätromantik in Richtung der gesamteuropäischen Moderne.