Der estnische Cellist Marcel Johannes Kits gewann den 3. Preis beim Queen Elisabeth Cello Competition (2022) sowie den 1. Preis beim George Enescu International Competition (2018). Seit 2025 ist er Solo-Cellist der Münchner Philharmoniker.
Zu seinen jüngsten Höhepunkten als Solist zählen das Elgar-Konzert mit dem Philharmonia Orchestra (London) unter Santtu-Matias Rouvali sowie mit dem Estonian National Symphony Orchestra unter Antoni Wit, eine Belgien-Tournee mit dem Belgian National Orchestra unter Eivind Aadland (Schumann-Konzert), eine Estland- und Südkorea-Tournee mit dem Estonian Festival Orchestra unter Paavo Järvi (Brahms-Doppelkonzert) sowie Haydns C-Dur-Cellokonzert mit der Glasperlenspiel Sinfonietta unter Neeme Järvi.
Als Solist trat Marcel Johannes Kits zudem mit zahlreichen weiteren Orchestern auf, darunter das Brussels Philharmonic, die Lettische und Litauische Nationalphilharmonie, die Litauische Staatsphilharmonie, das St. Petersburg Symphony Orchestra, das Jerusalem Symphony Orchestra, die Kymi Sinfonietta, die Jyväskylä Sinfonia, das Orchestre Royal de Chambre de Wallonie, das Tallinn Chamber Orchestra, das Moscow Chamber Orchestra, das Novosibirsk Chamber Orchestra, das Münchener Kammerorchester, die Württembergische Philharmonie Reutlingen, das George Enescu Philharmonic Orchestra, die Jenaer Philharmonie, das Israel Symphony Orchestra Rishon LeZion und das Orchestra Ensemble Kanazawa. Er arbeitete u. a. mit Dirigenten wie Stéphane Denève, Yan Pascal Tortelier, Modestas Pitrėnas, Vahan Mardirossian, Vassily Sinaisky, Olari Elts, Robertas Šervenikas, Volodymyr Sirenko, Andres Mustonen, Risto Joost, Gintaras Rinkevičius, Yuwon Kim, Tõnu Kaljuste, Ville Matvejeff, Arvo Volmer und Mihkel Kütson. Als Gast-Solo-Cellist spielte er u. a. bei den Münchner Philharmonikern und dem Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks.
Seine Recitals führten Marcel Johannes Kits bis nach China und Japan sowie in renommierte Säle wie die Carnegie Hall, Bozar und Flagey in Brüssel, den Großen Saal der Philharmonie St. Petersburg, das Moskauer Konservatorium, den Großen Saal der Elbphilharmonie Hamburg, den Großen Saal des Konzerthauses Berlin, die Berliner Philharmonie, den Boulez Saal, die Laeiszhalle Hamburg, das Prinzregententheater München, das Rumänische Athenäum, die Oper Tel Aviv und das Jerusalem Theatre. Er gastierte u. a. beim Pärnu Music Festival, bei Young Euro Classic, den Festspielen Mecklenburg-Vorpommern, dem Musical Olympus Festival und beim MustonenFest Tel Aviv.
Bereits im Alter von vier Jahren zeigte Marcel Johannes Kits großes Interesse am Cello und begann seinen Unterricht mit fünf. Er studierte bei Laine Leichter und Mart Laas an der Tallinner Musikoberschule und ab 2014 bei Prof. Francis Gouton an der Musikhochschule Trossingen. Seit 2018 setzt er sein Studium an der Universität der Künste Berlin bei Prof. Jens Peter Maintz fort. Meisterkurse ermöglichten ihm die Zusammenarbeit u. a. mit Steven Isserlis, Prof. Ivan Monighetti, Prof. David Geringas, Prof. Maria Kliegel, Prof. Wolfgang Emanuel Schmidt, Prof. Wen-Sinn Yang, Prof. Jan-Erik Gustafsson und Prof. Marko Ylönen.
Marcel Johannes Kits erhält ein Stipendium der Internationalen Musikakademie Liechtenstein und nimmt regelmäßig an deren Intensiv-Wochen und Programmen teil. Unterstützt wird er zudem von der Deutschen Stiftung Musikleben, dem Kulturfonds Estlands und dem Verband Estnischer Berufsmusiker, der ihn 2019 als »Musiker des Jahres« auszeichnete. Er spielt ein italienisches Cello von Francesco Ruggeri (Cremona, 1674) und einen Bogen von Victor Fétique – beides dankenswerterweise als Leihgabe der Deutschen Stiftung Musikleben.