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Arturo Márquez: Danzón Nr. 8

In seinen Danzóns verbindet der mexikanische Komponist Arturo Márquez den lateinamerikanischen Tanz mit westlichen Kompositionstechniken. Der »Danzón No. 8« ist Maurice Ravel gewidmet und orientiert sich an dem weltberühmten »Boléro«. Genauso wie es der Franzose 1928 gemacht hat, baut auch Márquez im Jahr 2004 das musikalische Geschehen langsam auf. Lateinamerikanische Rhythmusinstrumente begleiten eine einsame Melodie im Englischhorn – ganz ähnlich beginnt auch der »Boléro«. Doch während der Franzose einen klassischen spanischen Tanz für sein Werk wählt, greift Márquez zum Danzón, der lange Zeit in den Salons der gehobenen kubanischen Gesellschaft getanzt wurde. Später brachten ihn Auswanderer nach Mexiko, wo er schon bald äußerst beliebt wurde. Wie auch im französische Vorbild wird die Spannung in dem gut achtminütige Orchesterwerk allmählich gesteigert, bis sie in einem impulsiven Fortissimo endet, an dem alle Instrumente beteiligt sind.

 

– Mirjam Schadendorf

Arturo Márquez

1950 im mexikanischen Alamos geboren, verbrachte Arturo Márquez seine Schulzeit im kalifornischen La Puente. Er wuchs in einer musikbegeisterten Familie auf und beherrschte schon als Kind das Spielen zahlreicher Instrumente. Es folgten Studien an der…

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