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Ludwig van Beethoven: Ouvertüre zu »Egmont« op. 84

Die Ouvertüre zu "Egmont" steht am Ende von Beethovens "mittlerer" Schaffensphase, in der er mit Werken wie der "Eroica" genannten 3. Symphonie oder der Klaviersonate op. 31 Nr. 2 seit 1802 einen "neuen Weg" eingeschlagen hatte. Vorausgegangen waren die Symphonien 5 und 6 (1807/08) und das 5. Klavierkonzert Es-Dur op. 73 (1809). Fast zeitgleich zur "Egmont"-Musik (1809/10) entstanden Werke, in denen Beethoven wiederum einen "neuen Ton" anschlug: Lyrische Kantabilität und Emphase charakterisieren eine Werkgruppe, die dem Spätstil vorausging und an die Franz Schubert anknüpfte. Zu dieser zählen u. a. das Streichquartett Es-Dur op. 74 ("Harfenquartett", 1809), die der "unsterblichen Geliebten" Therese von Brunsvík gewidmete Klaviersonate Fis-Dur op. 78 (1809), die Violinsonate G-Dur op. 96 (1812; rev. 1815) und das "Erzherzog-Trio" B-Dur op. 97 (1810/11).

Ludwig van Beethoven

Ludwig van Beethoven, 1770 in Bonn als Sohn einer Musikerfamilie geboren, fiel früh durch seine außergewöhnliche musikalische Begabung auf. 1792 schickte ihn der Bonner Kurfürst nach Wien, um ihm dort eine Vervollkommnung seiner Kenntnisse durch…

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