Die 1962 in Brooklyn geborene Jennifer Higdon zählt zu den bekanntesten und meistgespielten Komponistinnen der USA; gerade erst feierte ihre zweite Oper, »Woman With Eyes Closed«, in Philadelphia Premiere. Unter ihren Orchesterwerken finden sich zahlreiche Solokonzerte – für Geige, Bratsche, Klavier, aber auch für Schlagzeug, Harfe und sogar Mandoline –, die ihr Auszeichnungen vom Grammy bis zum Pulitzer Prize einbrachten. »Fanfare Ritmico« wiederum steht in der Tradition der Konzertouvertüre, komponiert kurz vor der Jahrtausendwende für The Women's Philharmonic, ein komplett mit Frauen besetztes Orchester. Zum Ausgangspunkt des Werks wurde Higdons Feststellung, dass sich unser Leben heute viel schneller bewegt als früher. Und weil sich diese Beschleunigung am besten auf rhythmischer Ebene darstellen lässt, feiert ihre Fanfare »die Energie, die jeden Moment unseres Daseins im neuen Jahrhundert durchdringt«. Was mit Schlagzeugattacken beginnt und bald das gesamte Orchester in Nervosität versetzt, mündet am Ende tatsächlich in eine glanzvolle Fanfare der Blechbläser.
– Marcus Imsweiler
Jennifer Higdon is one of America's most acclaimed and most frequently performed living composers. She has is a major figure in contemporary Classical music, receiving the 2010 Pulitzer Prize in Music for her Violin Concerto, a 2010 Grammy for her…