Zwischen seinen beiden Paris-Reisen im September 1777 und im März 1778 hielt sich der junge Mozart in Mannheim am Hofe des Kurfürsten Karl Theodor auf. Während dieser Zeit komponierte er drei Flötenquartette, die der holländische Musikliebhaber Ferdinand Dejean (oder De Jean) bei ihm bestellt hatte. Dem Auftrag gemäß schuf Mozart mit den Quartetten Liebhabermusik, bei der der technische Schwierigkeitsgrad möglichst geringgehalten ist. Der erste Satz des D-Dur-Quartetts, ein »singendes Allegro«, besticht durch seinen konzertanten Charakter und zahlreiche so genannte »Mannheimer Seufzer«. Das Adagio wird vom empfindsamen Gesang der Flöte zum Pizzicato der Streicher getragen. Das Finale verschmilzt Rondo- mit dreiteiliger Liedform und zeigt mannigfache Ausgestaltungen des Wechselspiels von Flöte und Streichern.
– Martin Demmler
Mit seinen Symphonien, Opern, Konzerten und seiner Kammermusik ist Wolfgang Amadeus Mozart heute der meistgespielte Komponist aller Zeiten. Am 27. Januar 1756 in Salzburg geboren, zeigte Mozart schon sehr früh eine phänomenale Begabung für die Musik.…