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Claude Debussy: »Images« für Orchester

Auf den ersten Höreindruck hin spielen in den "Images" Claude Debussys folkloristische Elemente eine scheinbar wesentliche Rolle. In "Gigues" findet sich eine angeblich englische Melodie, "Rondes de printemps" greift ein französisches Volkslied auf, und "Ibéria" gibt sich mit seinen Tambourin- und Kastagnetten-Klängen unüberhörbar spanisch. Dennoch geht es in den "Images" nicht um vordergründige Landschaftsmalerei, wenngleich die Suggestion von Bildeindrücken eine weitaus größere Rolle spielt als etwa früher in "La Mer". Die drei "Images" vermitteln weniger den Sinneseindruck selbst als den durch den Sinneseindruck ausgelösten seelischen Reflex; der ursprüngliche Eindruck (Imago) wird zur musikalischen Gestalt, die ihre eigene Logik hat und zum Schwerelosen sublimiert, was dem Auge zuvor noch bunte Impression war. "Die Eigenart dieser Musik", so Debussy, "besteht in ihrem immateriellen Charakter; die ´Images´ kann man daher nicht wie eine Sinfonie traktieren, die auf allen vieren daherkommt. Das Orchester klingt hier wie ein Kristall, und es ist leicht wie eine Frauenhand..."

Claude Debussy

Der Komponist Claude Debussy wurde am 22. August 1862 im französischen Saint-Germain-en-Laye geboren. Er erhielt zunächst Klavierunterricht bei einer Schülerin Chopins. Ab 1873 studierte er Klavier und Komposition am Pariser Konservatorium und gewann…

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