Das Konzert für zwei Klaviere und Orchester in E-Dur war ein Geschenk des jungen Felix Mendelssohn Bartholdy an seine Schwester Fanny zu ihrem 18. Geburtstag am 14. November 1823. Mendelssohn exponiert weder schroffe Gegensätze, noch ficht er einen Wettstreit zwischen Soli und Tutti aus – das Orchester bleibt im Zusammenspiel eher auf eine Begleitfunktion reduziert. Die klavieristische Textur wiederum lehnt sich an den neuesten Stil der damaligen Zeit an, sie erinnert an die Ästhetik komponierender Pianisten wie Johann Nepomuk Hummel oder Ignaz Moscheles, die damals hoch in Konjunktur standen. Besonders auffallend geschieht dies im Rondo-Finale, das mit Bravourläufen, Passagenwerk und weit auseinanderliegenden Akkorden tief in die virtuose Trickkiste greift. Seine »Uraufführung«, wenn man es trotz des privaten Rahmens so nennen darf, feierte das E-Dur-Konzert am 7. Dezember 1823 bei einer Sonntagsmusik im Hause Mendelssohn, mit Felix und seiner gut drei Jahre älteren Schwester Fanny an den beiden Klavieren.
Felix Mendelssohn Bartholdy, Sohn eines Bankiers und Enkel des Philosophen Moses Mendelssohn, wurde am 3. Februar 1809 in Hamburg geboren und gilt als einer der bedeutendsten Musiker der Romantik. Als Dirigent setzte er neue Standards, die das…
Zu Felix Mendelssohn Bartholdy