mphil Logo - zur Startseite

Luigi Boccherini: Oboenquintett D-Dur op. 55 Nr. 3

Luigi Boccherini stammte aus Lucca, einem kleinen Städtchen in der Toskana. Bereits als junger Cello-Virtuose brach er nach Wien und Paris auf und machte sich dort, wie auch später in Madrid, einen Namen. Doch obwohl Boccherini zu den wichtigen musikalischen Protagonisten seiner Zeit zählte, verblasste sein Ruhm nach seinem Tod im Jahr 1805 rasch. Er komponierte vor allem Kammermusik, darunter Trios, Quartette und Quintette. Seine zweite Sammlung von »Quintetti« für Flöte (oder Oboe) und Streicher op. 19 entstand 1774 und umfasst sechs Werke, die Boccherini selbst als »opere piccole« bezeichnete. Im Gegensatz zu den drei- oder viersätzigen »opere grandi« bestehen diese Miniaturen jeweils aus nur zwei Sätzen. Das g-Moll-Quintett ist das einzige Werk der Sammlung in einer Molltonart. Bereits der erste Satz besticht durch seinen ausgeprägt dramatischen Charakter und bildet damit einen starken Kontrast zur überwiegend heiteren Grundstimmung der übrigen Quintette. Das abschließende Menuett sorgt für einen tänzerischen, zugleich jedoch melancholisch gefärbten Ausklang.

 

– Martin Demmler

Luigi Boccherini

Gemeinhin gilt ja Joseph Haydn als der Begründer des Streichquartetts und als Vorreiter der Kammermusik der klassischen Epoche. Wenn ihm jemand diesen Titel streitig machen könnte, so wäre das sicher Luigi Boccherini. Der 1743 im italienischen Lucca…

Zu Luigi Boccherini