Im Winter 1777/1778 lernte Mozart auf der Reise nach Paris den Oboisten Friedrich Ramm kennen. Ramm war Mitglied der Mannheimer Hofkapelle und unbestritten einer der besten Virtuosen seiner Zeit. Für ihn komponierte Mozart sein Oboenquartett F-Dur, das durch seine reich verzierte Melodik und virtuos-rasante Sechzehntelpassagen besticht. In seiner Verbindung von kammermusikalischem Satz und konzertantem Agieren ist es wohl am ehesten dem späten Klarinettenquintett A-Dur KV 581 vergleichbar. Dem einleitenden Allegro mit seiner höchst transparenten Tonsprache folgt als Mittelsatz ein elegisches Adagio, in dem die weit gespannten Liegetöne der Oboe über einem pulsierenden Metrum erklingen. Der Finalsatz, ein Rondo, zeigt eine rhythmische Besonderheit. Denn für 13 Takte wechselt die Oboe vom 6/8- in den 4/4-Takt, während die Streicher den Grundrhythmus beibehalten.
– Martin Demmler
Mit seinen Symphonien, Opern, Konzerten und seiner Kammermusik ist Wolfgang Amadeus Mozart heute der meistgespielte Komponist aller Zeiten. Am 27. Januar 1756 in Salzburg geboren, zeigte Mozart schon sehr früh eine phänomenale Begabung für die Musik.…