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Richard Wagner: Ouvertüre zu »Rienzi«

Wagner verstand sich zeitlebens als Dramatiker und Dichterkomponist, der seiner Musik, losgelöst vom Drama, de facto keine eigenständige Bedeutung beimaß. Dennoch hat er immer wieder im Umfeld von geplanten Bühnenaufführungen - gleichsam zu Werbezwecken - konzertante Teilaufführungen seiner Werke durchgeführt und häufig auch selbst dirigiert. Auch heute noch werden insbesondere die Ouvertüren und Vorspiele zu Wagners Opern und Musikdramen auf dem Konzertpodium aufgeführt - darunter auch die Ouvertüre zu "Rienzi", ein effektvolles Potpourri-Stück, mit dem Wagner das Publikum der Dresdner Uraufführung von 1842 im Sturm für sich gewann: Trompetensignale markieren den Appell des römischen Tribunen, der um Freiheit für das Volk kämpft. Die Musik hat stellenweise martialischen Charakter, enthält aber auch noble Violinen-Kantilenen wie das vom Ende der Oper hierher versetzte "Gebet" des tragisch scheiternden Titelhelden.

Richard Wagner

Die Musikdramen Richard Wagners, geboren am 22. Mai 1813 in Leipzig, wirkten auf seine Zeitgenossen äußerst polarisierend. Während sich die eine Hälfte des Publikums von der emotionalen Sogkraft seiner Werke in Bann ziehen ließ, fühlte sich die…

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