Es war eine kleine Sensation, als 2024 in der Stadtbibliothek Leipzig die Abschrift einer frühen Komposition Wolfgang Amadeus Mozarts entdeckt wurde. Der hatte dieses Streichtrio vermutlich als Jugendlicher vor seiner ersten Italienreise verfasst. Der Beiname »Ganz kleine Nachtmusik« ist übrigens kein verlegerischer Werbegag, sondern die Bezeichnung stammt von Mozarts Schwester, die das Werk im Jahr 1800 dem Verlag Breitkopf & Härtel anbot: »Auch habe ich eine ganz kleine Nachtmusik, bestehend in 2 Violin und Basso. Da es aber eine sehr simple Composition, die er in sehr frühen Jahren gemacht hat, so getraute ich mir nicht, solche zu schicken, da sie mir zu unbedeutend schien.« Das Werk besteht aus sieben kurzen Sätzen und steht in der Tradition der damals äußerst beliebten Divertimenti.
– Martin Demmler
Mit seinen Symphonien, Opern, Konzerten und seiner Kammermusik ist Wolfgang Amadeus Mozart heute der meistgespielte Komponist aller Zeiten. Am 27. Januar 1756 in Salzburg geboren, zeigte Mozart schon sehr früh eine phänomenale Begabung für die Musik.…