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Jacques Offenbach: »Gaîté Parisienne«, Ballettsuite für Orchester (zusammengestellt von Manuel Rosenthal)

»Gaîté Parisienne« scheint auf dem ersten Blick ein Werk von Jacques Offenbach zu sein, tatsächlich wurde die Musik zu einem Ballett von Léonide Massine jedoch 50 Jahre nach dem Tod des Komponisten von Manuel Rosenthal arrangiert und zusammengestellt. In den frühen Jahren des 20. Jahrhunderts »funktionierte« Offenbach immer. Die legendären »Ballets russes« waren in den 30er Jahren nach Monte Carlo umgezogen, der russische Tänzer Léonide Massine hatte die Leitung übernommen und wünschte sich eine Musik im Stil von Offenbachs Oper »La vie parisienne«. Während letztere direkt aus der Feder des Deutsch-Franzosen stammte, ist »Gaîté Parisienne« eine Zusammenstellung aus erfolgreichen Nummern verschiedenster Opern von Offenbach. Dieser etwas lockere Umgang mit dem Urheberrecht traf damals auf offene Ohren. Insbesondere die New Yorker Erstaufführung im Oktober 1938 wurde ein ungeheurer Erfolg. Wilde Cancans und trippelnde Polkas auf der Bühne waren äußerst beliebt – und wer sich heute die »Gaîté Parisienne« anhört, wird das mit Sicherheit verstehen.

 

– Mirjam Schadendorf

Jacques Offenbach

Jakob Offenbach kommt am 20. Juni 1819 als Sohn des deutsch-jüdischen Kantors Isaac Eberst zur Welt. Der junge Jacques Offenbach erhält von seinem Vater Cello- und Violinunterricht und tritt bereits in seiner Kindheit in Gasthäusern auf. 1833 schickt…

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