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Charles Ives: Symphonie Nr. 2

Bereits in seiner 1897/98 als Konservatoriums-Abschlussarbeit entstandenen ersten Symphonie hatte Charles Ives zum ersten Mal in größerem Umfang Zitate aus patriotischen Gesängen der amerikanischen Bürgerkriegszeit und aus religiösen Hymnen verwendet. Dieses Verfahren, das typisch für den kompositorischen Stil von Charles Ives ist, findet in der kurz darauf komponierten 2. Symphonie seine konsequente Fortsetzung und Steigerung. Alle Sätze, besonders aber der 5. Satz sind von zitierten Volksliedern, religiösen Hymnen, Militär- und Marschmusik geprägt, die in teilweise chaotisch anmutender Weise musikalisch übereinander geschichtet sind. Nach einer großen Steigerung kulminieren sie in "Columbia Gem of the Ocean", einer Lieblingsmelodie von Charles Ives. Nur wenige seiner Orchesterwerke konnte Ives zu Lebzeiten in Aufführungen erleben. Leonard Bernstein nahm sich 1951, drei Jahre vor dem Tod des Komponisten, der Uraufführung der zweiten Symphonie an und verhalf ihr damit zu einer gewissen Bekanntheit. Heute ist sie neben "The Unanswered Question" und "Three Places in New England" das populärste Werk Charles Ives.

Charles Ives

Charles Edward Ives wurde am 20. Oktober 1874 in Danbury, Connecticut, geboren. Er studierte Musik an der Yale-Universität und war daneben als Organist tätig. Nach seinem Abschluss entschloss er sich zu einem konventionellen Beruf, weil er glaubte,…

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