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Ralph Vaughan Williams: Symphonie Nr. 2 »A London Symphony« (Endfassung von 1933/36)

Im England um 1900 stand eine Generation junger Komponisten vor der Aufgabe, eine »Nationalmusik« aus dem Hut zu zaubern. Unter ihnen: Ralph Vaughan Williams (1872–1958). Seine eigentliche und dauerhafte »englische« Inspiration fand der Komponist bei den traditionellen Volksliedern der einfachen Leute, deren Melodik er nachzuahmen versuchte. Ab 1903 schrieb Vaughan Williams auch erste reine Orchesterwerke im »englischen Tonfall«, 1913/14 schließlich »A London Symphony«. Das viersätzige Werk wird gerne als Tondichtung über die englische Hauptstadt gehört, über das Leben in den Straßen und Parks von London, über den Nebel und die Themse. Zitate der Westminster-Glocken sind darin ebenso zu entdecken wie Anspielungen auf Folksongs, etwa das berühmte »Greensleeves«. Der Komponist Gustav Holst würdigte die »London Symphony« als nationales Statement, das »die musikalische Überlegenheit Englands über Frankreich« beweise.

 

– Hans-Jürgen Schaal

Ralph Vaughan Williams

Ralph Vaughan Williams war einer der prägenden Komponisten Großbritanniens im 20. Jahrhundert. Geboren 1872 in Down Ampney, Gloucestershire, studierte er am Royal College of Music in London sowie in Cambridge und vervollständigte seine Ausbildung u.…

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