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Ludwig van Beethoven: Symphonie Nr. 4 B-Dur op. 60

Als "griechisch schlanke Maid zwischen zwei Nordlandriesen" bezeichnete Robert Schumann mit Blick auf die heroische dritten und schicksalsschwangere fünfte Symphonie Ludwig van Beethovens "Vierte" und trifft damit den Nagel auf den Kopf. Denn tatsächlich ist diese Symphonie gegenüber ihren unmittelbaren Schwesterwerken unproblematischer, einfacher - sozusagen "klassischer". Allerdings - und das hebt die 4. Symphonie besonders heraus - ist ihre langsame Einleitung von besonderer Art. Überaus düster beginnt sie und holt den Hörer damit in seinem Zustand bedrückender Alltagssorgen ab. Langsam aber stetig hellt sich die Stimmung auf, bis schließlich das geradezu übersprudelnd heitere Allegro vivace, der erste Satz, erreicht wird. Vorbei sind alle Sorgen und Nöte - Freude und Heiterkeit beherrschen das weitere Werk. So nimmt die "Vierte" gewissermaßen "en miniature" den musikalischen Stufengang "durch Nacht zum Licht", der mit der "Fünften" zu einem Topos der Symphonik werden sollte, vorweg.

Ludwig van Beethoven

Ludwig van Beethoven, 1770 in Bonn als Sohn einer Musikerfamilie geboren, fiel früh durch seine außergewöhnliche musikalische Begabung auf. 1792 schickte ihn der Bonner Kurfürst nach Wien, um ihm dort eine Vervollkommnung seiner Kenntnisse durch…

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