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Antonín Dvořák: Symphonie Nr. 8 G-Dur op. 88

Spätestens wenn im dritten Satz der stilisierte schwungvolle Walzer mit einem Hauch Melancholie erklingt, schmelzen die Herzen der Zuhörer dahin. Antonín Dvořáks 1889 entstandene 8. Symphonie ist zweifellos seine heiterste und gelösteste Symphonie. Hier ist nichts mehr zu spüren von der inneren wie äußeren Anspannung, die die einige Jahre zuvor entstandene düster-tragische 7. Symphonie kennzeichnet, mit der Dvořák nach eigener Aussage "die Welt bewegen" wollte und bei der er sich stark an Johannes Brahms 3. Symphonie orientiert hatte. Stattdessen spürt man bereits hier die "Natürlichkeit und Anmuth", die Dvořák einige Jahre später in einem Artikel der "Vossischen Zeitung" zu seinem künstlerischen Credo erhob. Und so verwundert es auch nicht, dass diese Symphonie neben der 9. Symphonie mit dem berühmten Titel "Aus der Neuen Welt" in der Gunst der Zuhörer bis heute ganz oben steht.

Antonín Dvořák

Der 1841 am 8. September 1841 in Nelahozeves (Böhmen) geborene Antonín Dvořák galt seinen Zeitgenossen als komponierender "Naturbursche" - einfallsreich, unakademisch und unmittelbar aus den Quellen der böhmischen und slawischen Folklore schöpfend…

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