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Karlheinz Stockhausen: »Tierkreis – 12 Melodien für Sternzeichen« op. 41 (Fassung für Klarinette, Fagott, Horn und Streichquintett)

Karlheinz Stockhausen zählt zu den zentralen Leitfiguren der Avantgarde im 20. Jahrhundert. Als einer der ersten experimentierte er in den 1950er Jahren mit elektronischen Klängen. Später beschäftigte er sich fast ausschließlich mit seinem monumentalen Musiktheater-Zyklus »Licht«. »Tierkreis« von 1975 ist ein für Stock- hausen eher untypisches Werk. Es handelt sich um eine Folge von zwölf Melodien, jeweils eine halbe Minute lang. Die Melodien sind zwar kurz, aber nicht wirklich eingängig. Jedes Stück ist einem Tierkreiszeichen gewidmet. »Beim Erfinden jeder Melodie«, so Stockhausen, »dachte ich an das Wesen von Kindern, Freunden, Bekannten, die im betreffenden Sternzeichen geboren sind, und ich studierte die Menschentypen der Sternzeichen gründlicher. Jede Melodie ist jetzt in allen Maßen und Proportionen im Einklang mit den Charakterzügen ihres Sternzeichens komponiert und man wird viele Gesetzmäßigkeiten entdecken, wenn man eine Melodie oft hört und ihre Konstruktion genau betrachtet. Jede dieser Melodien hat ihren eigenen Charakter und einen eigenen Zentralton.« Ursprünglich für Spieluhren konzipiert, kann das Werk in jeder beliebigen Besetzung aufgeführt werden. Seit 2009 spielt das Glockenspiel am Kölner Rathaus jeden Tag um 12 Uhr mittags eines dieser Stücke.

 

– Martin Demmler

Karlheinz Stockhausen

Karlheinz Stockhausen (1928–2007) begann seine kompositorische Laufbahn Anfang der 1950er Jahre. Bereits mit seinen ersten Werken der "Punktuellen Musik" wie KREUZSPIEL (1951), SPIEL für Orchester (1952) und KONTRA-PUNKTE (1952/53) erlangte er…

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