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Philippe Jordan

Philippe Jordan, aus einer Schweizer Künstlerfamilie stammend, kann bereits heute auf eine Karriere zurückblicken, die ihn an alle großen Opernhäuser und Festivals und zu allen bedeutenden Orchestern der Welt führte. Er zählt damit zu den etabliertesten und wesentlichsten Dirigenten unserer Zeit.

Seit September 2020 ist er Musikdirektor der Wiener Staatsoper und eröffnete seine erste Saison am Haus am Ring mit den Neuproduktionen von Madama Butterfly, Parsifal und Macbeth neben Wiederaufnahmen von Der Rosenkavalier und Le nozze di Figaro. Es folgten weitere Neuproduktionen von Don Giovanni, Wozzeck, Tristan und Isolde, Die Meistersinger von Nürnberg, Salome und Le nozze di Figaro. In 2023/24 leitet er die Neuproduktion von Il Trittico und vollendet den Da Ponte Zyklus mit Così fan tutte.

In dieser Saison leitet er ebenso den Ring des Nibelungen an der Staatsoper unter den Linden in Berlin. Außerdem führen ihn Gastkonzerte zu den Wiener Philharmonikern, der Staatskapelle Berlin, dem Chicago Symphony, dem Orchestre de Paris, dem Orchestra Filarmonica della Scala, dem Tonhalle-Orchester Zürich, dem Orchestra dell’Accademia Nazionale di Santa Cecilia und dem Orchestra Sinfonica Nazionale RAI.

Seine Karriere begann er 20-jährig als Kapellmeister am Stadttheater Ulm und an der Staatsoper Unter den Linden in Berlin. Er war in Folge Chefdirigent des Grazer Opernhauses und Grazer Philharmonischen Orchesters (2001–2004) und debütierte während dieser Zeit u. a. an der Metropolitan Opera in New York, am Royal Opera House in London, am Teatro alla Scala in Mailand, an der Bayerischen Staatsoper in München, an der Wiener Staatsoper, an der Oper Zürich, sowie bei den Festspielen in Baden-Baden, Aix-en-Provence, Glyndebourne und Salzburg. Von 2006 bis 2010 kehrte Philippe Jordan als Erster Gastdirigent an die Staatsoper Unter den Linden zurück und feierte im Sommer 2012 mit Parsifal seinen Einstand bei den Bayreuther Festspielen, 2017 stand er am Pult der Neuinszenierung der Meistersinger von Nürnberg von Barry Kosky, die er auch in den Folgejahren dirigierte.

Von 2009 bis Juli 2021 war Philippe Jordan Musikdirektor der Opéra national de Paris, an der er zahlreiche Premieren und Wiederaufnahmen dirigierte, darunter u.a. Moses und Aron, La Damnation de Faust, Der Rosenkavalier, Samson et Dalila, Lohengrin, Don Carlos (französische Urfassung), Les Troyens, Don Giovanni oder die Neuproduktion von Borodins Fürst Igor und einen konzertanten Ring des Nibelungen. Parallel dazu war er von 2014 bis 2020 Chefdirigent der Wiener Symphoniker. Höhepunkte dieser Arbeit waren u.a. ein Zyklus mit Schubert-Symphonien, die Symphonien und Klavierkonzerte von Beethoven, die großen Messen und Oratorien von Bach sowie eine Gegenüberstellung der drei letzten Symphonien von Bruckner mit Werken von Kurtág, Ligeti und Scelsi im Wiener Musikverein.

Auf dem Konzertpodium dirigierte Philippe Jordan die berühmtesten Orchester der Welt, darunter die Berliner und Wiener Philharmoniker, das Concertgebouworkest, die Münchner Philharmoniker, die Wiener Symphoniker, das London Symphony Orchestra, das Philharmonia Orchestra, das Orchestra dell’Accademia Nazionale di Santa Cecilia in Rom, das Orchestra del Maggio Musicale Fiorentino, das Tonhalle-Orchester Zürich, das Chamber Orchestra of Europe, das Orchestre National de France, das Mahler Chamber Orchestra, das Gustav Mahler Jugendorchester, das Israel Philharmonic Orchestra und die Symphonieorchester von Boston, Seattle, St. Louis, Dallas, Detroit, Chicago, Cleveland, Philadelphia, Washington, Minnesota, Montreal, Los Angeles, New York und San Francisco.

 

Stand: Januar 2024

credit Peter Mayr

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