Nach ihrer jüngsten Zusammenarbeit mit dem Wiener Konzerthaus und mit Orchestern wie der Staatskapelle Dresden, den Bamberger Symphonikern und dem Orchestre Philharmonique de Radio France steht die Saison 2025/26 von Sol Gabetta ganz im Zeichen von drei bedeutenden Residenzen: Als Focus Artist des Tonhalle- Orchesters Zürich kehrt sie zu einem Ensemble zurück, mit dem sie vor genau zwanzig Jahren ihr Debüt feierte. Außerdem kuratiert sie Residenzen im Konzerthaus Dortmund sowie im BOZAR Brüssel, wo sie mit dem Royal Concertgebouw Orchestra in Martinůs Cellokonzert zu hören sein wird. Im Mittelpunkt ihrer Saison 2025/26 steht außerdem ein persönliches und historisch inspiriertes Projekt: eine Hommage an eine vergessene Pionierin – Lise Cristiani, eine der ersten Cellistinnen, die die Konzertbühnen weltweit eroberte. Mit Werken von Schubert, Mendelssohn, Offenbach, Donizetti und Servais lässt Sol Gabetta den Geist von Lise Cristianis legendären Konzerten wieder aufleben und gastiert an bedeutenden europäischen Veranstaltungsorten, darunter das Konzerthaus Berlin, die Elbphilharmonie Hamburg, das BOZAR Brüssel, die Isarphilharmonie München, das KKL Luzern und das Konzerthaus Dortmund. Sol Gabetta ist eine gefragte Gastkünstlerin bei führenden Festivals und war Artiste étoile beim Lucerne Festival, wo sie mit den Wiener Philharmonikern und Franz Welser-Möst, dem Mahler Chamber Orchestra und François-Xavier Roth sowie dem London Philharmonic Orchestra unter der Leitung von Marin Alsop auftrat. Inspiration schöpft sie weiterhin aus dem Solsberg Festival, das unter ihrer engagierten künstlerischen Leitung floriert. Die Kammermusik ist nach wie vor ein zentraler Punkt ihres Schaffens. Sie tritt regelmäßig mit Isabelle Faust, Bertrand Chamayou, Kristian Bezuidenhout, Alexander Melnikov und Francesco Piemontesi auf. Für ihre außergewöhnliche künstlerische Leistung, Vision und Kreativität erhielt sie 2022 den Europäischen Kulturpreis sowie 2018 den Herbert-von-Karajan- Preis bei den Salzburger Osterfestspielen, wo sie als Solistin mit der Staatskapelle Dresden und Christian Thielemann auftrat, sowie zahlreiche weitere Preise, wie z. B. den OPUS Klassik als Instrumentalistin des Jahres 2019. Sol Gabetta spielt auf mehreren italienischen Meisterinstrumenten aus dem frühen 18. Jahrhundert, darunter ein Cello von Matteo Goffriller, das ihr vom Atelier Cels Paris zur Verfügung gestellt wurde, und seit 2020 die berühmte »Bonamy Dobrée-Suggia« von Antonio Stradivari aus dem Jahr 1717, eine großzügige Leihgabe der Stradivari-Stiftung Habisreutinger. Seit 2005 unterrichtet sie an der Musikakademie Basel.
Stand: August 2025