Anne-Sophie Mutter ist ein musikalisches Phänomen: Seit fünf Jahrzehnten konzertiert die Virtuosin weltweit in allen bedeutenden Musikzentren und prägt die Klassikszene als Solistin, Mentorin und Visionärin. Dabei ist die viermalige Grammy Award Gewinnerin der Aufführung traditioneller Kompositionen genauso verpflichtet wie der Zukunft der Musik.
Sie hat bislang 34 Werke sowie zahlreiche für sie komponierte Bearbeitungen uraufgeführt – Thomas Adès, Unsuk Chin, Sebastian Currier, Aftab Darvishi, Henri Dutilleux, Sofia Gubaidulina, Witold Lutoslawski, Norbert Moret, Krzysztof Penderecki, Sir André Previn, Max Richter, Wolfgang Rihm, Jörg Widmann und John Williams haben für Anne-Sophie Mutter komponiert.
Darüber hinaus widmet sie sich der Förderung musikalischen Spitzennachwuchses und zahlreichen Benefizprojekten. Seit Januar 2022 gehört sie dem Stiftungsrat von Lucerne Festival an. Im Herbst 1997 gründete sie den „Freundeskreis Anne-Sophie Mutter Stiftung e.V.“, dem 2008 die Anne-Sophie Mutter Stiftung zur Seite gestellt wurde. Im Rahmen dieser beiden gemeinnützigen Institutionen werden die Stipendiaten nach ihren individuellen Bedürfnissen unterstützt. Und seit 2011 teilt Anne-Sophie Mutter regelmäßig das Rampenlicht mit ihrem Stipendiaten-Ensemble „Mutter’s Virtuosi“.
In der Saison 2026 / 2027 – der Saison ihres 50-jährigen Bühnenjubiläums in Luzern und Salzburg – stellt sie mit Auftritten in Europa, Nordamerika und Fernost erneut ihre musikalische Vielseitigkeit und ihren beispiellosen Rang in der Welt der klassischen Musik unter Beweis.
In Zusammenarbeit mit Alpha Classics veröffentlicht sie unter dem Namen ASM Forte Forward eine Reihe für sie geschriebener Werke, die bisher noch nicht von ihr eingespielt wurden. Das erste Album der Reihe „East Meets West“ erschien am 27. März 2026 und enthält Werke von Darvishi, Chin, Adès und Widmann, das zweite mit dem Titel „American Tunes #1“ erscheint am 21. August 2026 mit Werken von Previn und Currier. Die Deutsche Grammophon würdigt ihr Jubiläum mit einer umfassenden Kataloginitiative aus 40 Jahren Zusammenarbeit.
Den Auftakt der Saison 2026/2027 macht eine Jubiläums-Residenz beim Lucerne Festival. Die Jubiläums-Feierlichkeiten beginnen mit einem Künstlergespräch in Meggen, dem Ort ihres Debüts im Jahr 1976. Zwei Konzerte schließen sich an: Anne-Sophie Mutter leitet das Lucerne Festival Orchestra von der Geige aus, es erklingt „Likoo“ von Aftab Darvishi als Schweizer Erstaufführung, das Violinkonzert No. 2 von André Previn sowie die Violinkonzerte Nr. 1 und Nr. 5 von Wolfgang Amadeus Mozart. Mit Krzysztof Pendereckis 2. Violinkonzert „Metamorphosen“ steht ein weiteres zentrales Werk ihres Schaffens auf dem Programm. Zusammen mit dem Pittsburgh Symphony Orchestra und Manfred Honeck am Pult erklingt dieses vom Komponisten eigens für sie geschriebene, vielschichtige Werk als dritter Bestandteil ihres Bühnenjubiläums in Luzern.
Im Oktober 2026 widmet Anne-Sophie Mutter eines ihrer beiden Zürcher Konzerte mit der Philharmonia Zürich und Lina Gonzáles-Granados dem Verein Amiamusica, der sich für früh- und krankgeborene Kinder und deren Familien einsetzt. Es erklingt das Violinkonzert von Ludwig van Beethoven.
Auch Konzerte in Asien stehen in der Jubiläumssaison auf dem Programm: Mit Violinkonzerten von Beethoven und Mendelssohn im Gepäck bricht sie im November mit dem Royal Philharmonic Orchestra unter Vasily Petrenko zu einer ausgedehnten China-Tournee auf.
Konzerte in Beijing und Tokio folgen im Januar 2027, wo sie die lokalen Erstaufführungen von John Williams 2. Violinkonzert sowie einige Filmthemen spielt.
Anne-Sophie Mutter ist in der Saison 2026/2027 Fokuskünstlerin beim Wiener Musikverein. Im Rahmen dieser Residency spielt sie zusammen mit Beatrice Rana, Kian Soltani und Roman Patkoló ein Kammermusikkonzert mit Werken von A. Previn, S. Currier, C. Schumann und F. Mendelssohn-Bartholdy, Pendereckis für sie geschriebenes Violinkonzert „Metamorphosen“ mit den Wiener Philharmonikern und Claudio Vandelli sowie ein Programm mit dem Kammerorchester Wien-Berlin mit Werken von Darvishi, Previn und Mozart. Sie leitet das Ensemble von der Geige aus.
Dieses Programm in derselben Besetzung erklingt im Rahmen einer Europa-Tournee im Mai 2027, innerhalb derer auch ihr Jubiläumskonzert in Salzburg stattfindet: bei den Pfingstfestspielen 1977 debütierte Anne-Sophie Mutter mit Herbert von Karajan in Salzburg.
Als Solistin auf Lahav Shanis Einstandstournee mit den Münchner Philharmonikern spielt sie im Februar 2027 in verschiedenen Europäischen Städten sowie in Nordamerika Brahms‘ Violinkonzert, im April 2027 folgt die Uraufführung des Tripelkonzerts der großen iranischen Komponistin Golfam Khayam. Zusammen mit Muriel Razavi, Viola, Stipendiatin der Anne-Sophie Mutter Stiftung und dem ehemaligen Stipendiaten Kian Soltani, Cello, hebt sie dieses Auftragswerk in Dallas aus der Taufe, es begleitet das Dallas Symphonie Orchestra unter der Leitung von Fabio Luisi.
Dasselbe Werk bringt Anne-Sophie Mutter im Mai 2027 erstmals nach Europa, wo mit denselben Solistenkollegen, Fabio Luisi und dem Danish National Symphony Orchestra das Tripelkonzert in Kopenhagen und einigen weiteren europäischen Städten zu hören sein wird.
Im September 2025 erhielt Anne-Sophie Mutter den „Enescu Festival Award for Excellence“ in Bukarest sowie den „Wolfgang-Schüssel-Preis“ in Salzburg. Im Februar desselben Jahres wurde Anne-Sophie Mutter vom Baden-Württembergischen Ministerpräsidenten Winfried Kretschmann mit der Großen Staufermedaille in Gold ausgezeichnet. 2023 erhielt sie den Preis des Klavier-Festivals Ruhr und die Royal Philharmonic Society zeichnete die Violinistin mit der Goldmedaille aus. Die Krzysztof-Penderecki-Musikakademie Krakau verlieh ihr 2022 die Ehrendoktorwürde. 2019 wurde Anne-Sophie Mutter mit dem Praemium Imperiale in der Kategorie Musik ausgezeichnet und sie erhielt den Polar-Musikpreis. Polen verlieh ihr 2018 als erste deutsche Künstlerin die Gloria-Artis-Medaille für kulturelle Verdienste in Gold. 2018 wurde die Geigerin zum Ehrenmitglied der Accademia Nazionale di Santa Cecilia ernannt. Rumänien verlieh Anne-Sophie Mutter 2017 den Kulturverdienstorden im Rang eines Großoffiziers und Frankreich ehrte sie mit der Verleihung der Insignien eines Kommandeurs im französischen Orden der Künste und der Literatur. 2016 zeichnete sie das spanische Ministerium für Bildung, Kultur und Sport mit der „Medalla de oro al Mérito en las Bellas Artes“ aus. 2015 wurde Anne-Sophie Mutter zum Honorary Fellow des Keble College der University of Oxford ernannt. 2013 wurde sie ausländisches Ehrenmitglied der American Academy of Arts & Sciences und mit dem Orden der Lutoslawski Gesellschaft (Warschau) ausgezeichnet. 2012 verlieh ihr der Atlantic Council den Distinguished Artistic Leadership Award. 2011 erhielt sie den Brahms-Preis sowie für ihr soziales Engagement den Erich-Fromm-Preis und den Gustav-Adolf-Preis. 2010 verlieh ihr die Technisch-Naturwissenschaftliche Universität Norwegens in Trondheim die Ehrendoktorwürde; 2009 wurde sie mit dem Europäischen St. Ullrichs Preis sowie dem Cristobal Gabarron Award ausgezeichnet. 2008 erhielt Anne-Sophie Mutter den internationalen Ernst von Siemens Musikpreis sowie den Leipziger Mendelssohn Preis.
Die Geigerin ist Trägerin des Großen Bundesverdienstkreuzes, des französischen Ordens der Ehrenlegion, des Bayerischen Verdienstordens, des Großen Österreichischen Ehrenzeichens sowie zahlreicher weiterer Auszeichnungen.
Stand: Juli 2026