Der 1989 in Tel Aviv geborene Lahav Shani studierte Klavier bei Prof. Arie Vardi an der Buchmann-Mehta School of Music. Anschließend wechselte er an die Hochschule für Musik »Hanns Eisler« in Berlin, wo er Dirigieren bei Prof. Christian Ehwald und Klavier bei Prof. Fabio Bidini studierte. Während seiner Zeit dort wurde er von Daniel Barenboim betreut. Seit 2018 ist Lahav Shani Chefdirigent des Rotterdam Philharmonic Orchestra. In der Saison 2020/21 übernahm er außerdem die Position des Musikdirektors des Israel Philharmonic Orchestra (IPO) und löste damit Zubin Mehta ab, der dieses Amt 50 Jahre lang innehatte. Lahav Shanis enge Beziehung zum IPO begann vor vielen Jahren: Als 16-Jähriger debütierte er mit dem Orchester als Pianist und feierte zwei Jahre später als Solist im Tschaikowsky-Klavierkonzert unter der Leitung von Zubin Mehta einen sensationellen Erfolg. Außerdem spielte er regelmäßig als Kontrabassist mit dem Orchester. Nachdem er 2013 den Internationalen Gustav-Mahler-Dirigierwettbewerb der Bamberger Symphoniker gewonnen hatte, lud ihn das IPO ein, die Konzerte zur Saisoneröffnung zu leiten. Seitdem kehrt Lahav Shani jedes Jahr sowohl als Dirigent als auch als Pianist zum IPO zurück. Zu den jüngsten und kommenden Highlights als Gastdirigent gehören Engagements bei den Wiener und den Berliner Philharmonikern, dem Gewandhausorchester, den Münchner Philharmonikern, dem Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks, dem London Symphony Orchestra, der Filarmonica della Scala, dem Boston Symphony Orchestra, dem Chicago Symphony Orchestra, dem Royal Concertgebouw Orchestra, dem Philadelphia Orchestra, dem Budapest Festival Orche stra, dem Orchestre de Paris und dem Philharmonia Orchestra. Im März 2022 dirigierte Lahav Shani das Münchner Benefizkonzert zugunsten der Ukraine in der Isarphilharmonie mit Anne-Sophie Mutter und Mitgliedern der drei großen Orchester der Stadt, den Münchner Philharmonikern, dem Bayerischen Staatsorchester und dem Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks. Am 8. Mai 2025 brachte er in der Isarphilharmonie Mitglieder des IPO und der Münchner Philharmoniker zu einem symbolträchtigen Gedenkkonzert zum 80. Jahrestag der Befreiung vom Nationalsozialismus zusammen. Auf dem Programm standen Mahlers Sechste Symphonie sowie »Prayer« von Tzvi Avni, der 1935 aus Saarbrücken nach Palästina emigrieren musste. Im September 2026 wird Lahav Shani das Amt des Chefdirigenten der Münchner Philharmoniker übernehmen.
Stand: Dezember 2025