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Barbara Hannigan

Die aus der kanadischen Provinz Nova Scotia stammende Sopranistin und Dirigentin Barbara Hannigan verkörpert Musik mit einem beispiellosen dramatischen Feingefühl und befindet sich damit auf dem Höhepunkt ihres Schaffens. Zu ihren künstlerischen Kolleg*innen gehören Sasha Waltz, Kent Nagano, Vladimir Jurowski, Andreas Kriegenburg, Andris Nelsons, Christoph Marthaler, Kirill Petrenko und Krzysztof Warlikowski. Vor allem der im April 2020 verstorbene Dirigent und Pianist Reinbert de Leeuw war für sie eine große Inspiration und hatte einen außergewöhnlichen Einfluss auf ihre Entwicklung als Musikerin. Von Anbeginn fühlte sich Barbara Hannigan besonders der zeitgenössischen Musik verpflichtet und hat inzwischen über 90 neuen Werken zur Uraufführung verholfen. Zu den Komponisten, mit denen sie zusammengearbeitet hat, zählen Pierre Boulez, John Zorn, Henri Dutilleux, György Ligeti, Karlheinz Stockhausen, Brett Dean, George Benjamin und Hans Abrahamsen. In den letzten Spielzeiten präsentierte Barbara Hannigan eine neue Produktion von Poulencs Oper »La Voix Humaine «, in der sie sowohl singt als auch dirigiert und dabei mit Live-Video interagiert. Das Konzept dazu entstand in Zusammenarbeit mit dem Videokünstler Denis Guéguin. Die umjubelte Produktion wurde nach ihrer Uraufführung beim Orchestre Philharmonique de Radio France im Mai 2022 mit den Münchner Philharmonikern gespielt. Zu den jüngsten Uraufführungen gehören »I am not a tale to be told« von Golfam Khayam mit dem Iceland Symphony Orchestra, »In the Half Light« von Zosha di Castri mit dem Toronto Symphony Orchestra und das Projekt »Electric Fields« mit Katia und Marielle Labèque, das vom Leben und der Musik Hildegard von Bingens inspiriert ist. Barbara Hannigan engagiert sich sehr für die jüngere Generation Musikschaffender. Aus diesem Grund rief sie 2017 das Projekt »Equilibrium Young Artists« ins Leben und gründete 2020 »Momentum: Our Future Now«, eine Initiative, die andere führende Kunstschaffende und Institutionen ermutigt, jüngere Berufsmusiker* innen zu unterstützen. Vor kurzem wurde sie zur Reinbert de Leeuw Professorin für Musik an der Royal Academy of Music London ernannt. Im Herbst 2022 wurde sie mit der französischen Auszeichnung Officier des Arts et des Lettres geehrt und vom Gramophone Magazine zum »Artist of the Year« 2022 gekürt.

 

Stand: Dezember 2023

credit Marco Borggreve

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