Golfam Khayam: »I am not a tale to be told« (Je ne suis pas une fable à conter) für Sopran und Orchester

Der iranischen Komponistin Golfam Khayam, geboren 1983 in Teheran, gelang mit ihrem Werk »Je ne suis pas une fable à conter« für Sopran und Orchester ein internationaler Erfolg. Das Werk entstand im Auftrag der kanadischen Sopranistin und Dirigentin Barbara Hannigan, die sich von Khayam ein Werk wünschte, das ihr gleichzeitiges Singen und Dirigieren ermöglicht. Im zugrundeliegenden Gedicht des iranischen Schriftstellers Ahmad Shamlou geht um den Zustand der Sprachlosigkeit. Khayam versteht das lyrische Ich des Gedichts als »Sprachrohr so vieler stiller Stimmen, die in dunklen Zeiten nach Licht suchten«. Ihrer gelingt in ihrer Vertonung eine sinnliche und klangschöne Verbindung europäischer und persischer Klangwelten. Khayam schreibt über ihr Stück, es beruhe auf unterschiedlichen Phasen von Improvisationen, die sie »als persische Teppiche« betrachte. Jeder Teppich habe Ornamente, melodische Konturen, vokale und instrumentale Gesten, Farben, die in der persischen Musik verwurzelt seien.

 

— Verena Großkreutz

Golfam Khayam

Iranian composer & improviser, Golfam Khayam’s career reflects her unique musical language through the integration of her native musical elements within a contemporary experimental musical framework. Golfam has appeared extensively as performer,…

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