Zimmermann kam mit dem Stoff, der ihn aufgrund des gesellschafts- und kulturkritischen Sprengstoffes reizte, erstmals 1960 in Berührung, als ihn ein Kölner Studententheater um Bühnenmusik zu einer geplanten Aufführung von Jarrys »Ubu Roi« bat. Diese Bühnenmusik übertrug er seinem Schüler Manfred Niehaus, doch beschäftigte ihn die Ubu-Thematik so intensiv, dass daraus 1962 eine erste Fassung der Komposition resultierte, die allerdings wie auch weitere Umarbeitungen von 1963 unaufgeführt blieb. Erst in der zweiten Hälfte des Jahres 1965 nimmt Zimmermann die Arbeit an seinem »absurden Ballett«, wie er die »Musique pour les soupers du roi Ubu« nannte, wieder auf: Sie wird das musikalische Tribut zu seiner Ernennung als Mitglied der Berliner Akademie der Künste.
Der prominente deutsche Komponist wurde am 20. März 1918 in Bliesheim bei Köln geboren; er studierte Schulmusik an der Kölner Musikhochschule und besuchte Vorlesungen an der Kölner Universität. Nach zwei Jahren Dienst bei der Wehrmacht nahm Bernd…