»Ich habe … verschiedene grosse Concerte und Trii in dieser Art geschrieben, die ich in einen italiänischen Rock, mit abgewechselten Adagi und Allegri, eingekleidet.« So beschrieb Georg Philipp Telemann das Erfolgsrezept für seine Konzerte und Triosonaten. Von letzteren, die zu seinen populärsten Werken zählten, bekennt er an anderer Stelle: »Man wollte mir auch schmeicheln, daß ich hierin meine beste Krafft gezeiget hätte.« Der »italiänische Rock« zeigt sich in der typisch südländischen Leidenschaftlichkeit und Kantabilität, die Telemann in seinen Triosonaten erfolgreich mit der strengen imitatorischen Satztechnik des deutschen Barock kombiniert. Das Ergebnis, der sogenannte »vermischte Geschmack« ist ein Wesensmerkmal seines Stils und zeigt sich auch in der Triosonate c-Moll.
— Martin Demmler
Da der Vater des am 14. März 1681 in Magdeburg geborenen Telemann sehr früh verstarb, lag die Erziehung des Sohnes in den Händen der Mutter, die trotz der herausragenden musikalischen Be-gabung des Sohnes, der schon während der Gymnasialzeit in…