Johann Friedrich Fasch: Triosonate g-Moll FWV N:g1

Johann Friedrich Fasch studierte Theologie und Jura in Leipzig und wirkte später 36 Jahre lang als hochfürstlich Anhalt-Zerbstischer Kapellmeister. Fasch, der auch von Bach hoch geschätzt wurde, war trotz seiner Erfolge als Musiker und Komponist zeitlebens verschuldet. Daher nahm er ab 1741 die lukrativen Kompositionsaufträge des Köthener Fürstenhofes an, für den er bis 1756 unter anderem 27 Serenaden und Kantaten schuf. Zu seinen Lebzeiten erschien kein einziges seiner Werke im Druck. Erst im 20. Jahrhundert findet Fasch, dessen jüngster Sohn Carl Friedrich Christian 1791 die Berliner Singakademie gründete, wieder mehr Beachtung. Seine viersätzige Triosonate ist ein schönes Beispiel für die gelungene Synthese von deutschem Spätbarock und galantem Stil.

 

— Martin Demmler