Georg Friedrich Händel: Triosonate g-Moll HWV 390b

Georg Friedrich Händels Triosonate g-Moll ist eines seiner populärsten Kammermusikwerke. Die Entstehungszeit der Sonate ist nicht bekannt. Möglicherweise hat Händel das Werk noch in Halle komponiert, denn das berühmte Thema des vierten Satzes taucht bereits 1707 in einer seiner römischen Kantaten auf. Überhaupt zeichnet sich die Sonate durch exzessives »self-borrowing« aus: Fast alle zentralen Themen verwendete Händel später in anderen Meisterwerken, etwa in seinen Orgelkonzerten oder in Arien seiner Opern und Oratorien. Die beiden Allegro-Sätze sind frei imitatorisch gehalten, während sich das zentrale Adagio als verspieltes Kammerduett entpuppt.

 

— Martin Demmler