»Daphnis et Chloé«, »Le Tombeau de Couperin« und »La Valse«

SERGIU CELIBIDACHE
MÜNCHNER PHILHARMONIKER

Die Werke Maurice Ravels zählten zum Kernrepertoire Sergiu Celibidaches und sind bis heute elementarer Bestandteil des Programms der Münchner Philharmoniker. In der Musik zu »Daphnis et Chloé« zeigt sich Ravel als Meister der Instrumentierung und schöpft die enormen Möglichkeiten eines großen Orchesters mit erweitertem Holzbläser-Ensemble und reichhaltigem Schlagwerk voll aus. Ravel kommt es nicht auf neue Klangmischungen oder raffinierte, unerhörte Klangkombinationen an, sondern auf klare Konturen im Wechsel zwischen großem Orchester-Apparat und differenzierten Soli.

Inspiriert von einer Couperin’schen »Forlane«, einem erotischen Tanz, entstand »Le Tombeau de Couperin«. Mit dem Wort »Tombeau« wurde in der französischen Barockmusik vor allem eine Trauermusik für verstorbene Musiker bezeichnet. Ravel betrachtete das Werk aber nicht als Hommage an François Couperin allein, sondern für die gesamte französische Musik des 18. Jahrhunderts. »La Valse« zählt zu den berühmtesten Werken Ravels, in dem er die gesamte musikalische Farbpalette entfaltet und einen Walzer zeichnet, der vom brillanten Glanz in die finstersten Klänge abdriftet.

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