Raphaël Pichon muss leider aus gesundheitlichen Gründen die bevorstehenden Konzerte absagen. Wir freuen uns sehr, dass Thomas Hengelbrock kurzfristig einspringen wird. Das Programm bleibt unverändert.
Im gesamten Beethoven’schen Symphonienkosmos gibt es keinen Satz, der so energiegeladen vorwärtsdrängt, so rhythmisch, so tänzerisch sprüht wie der Schlusssatz von Beethovens Siebter Symphonie. Auch die anderen Sätze der »Siebten« werden vom tänzerischen Moment dominiert, selbst der getragene zweite Satz, der an einen langsamen Schreittanz denken lässt. Die Betonung des Rhythmischen ließ Richard Wagner zu dem Schluss kommen, die »Siebte« sei die »Apotheose des Tanzes«. An Wagners Bezeichnung knüpft Raphaël Pichon mit seiner »imaginären Orchestersuite« an, denn in der französischen Oper des Hochbarocks durften vielfältige Tanznummern auf keinen Fall fehlen. Pichon stellte die im Konzertsaal selten zu hörenden Tanzsätze aus Opern von Jean-Philippe Rameau, Christoph Willibald Gluck und Jean-Féry Rebel zu einer Konzertsaal-Rarität zusammen, die Thomas Hengelbrock nun zu Gehör bringen wird.
Am 17. und 18. April findet nach dem Konzert jeweils eine »MPHIL Late« in der Halle E statt. Der Jazztrompeter Claus Reichstaller, Professor und Leiter des Jazz-Instituts der Hochschule für Musik und Theater München, trifft auf die vielleicht »klassischste« aller Kammermusik-Besetzungen. Im Dialog zwischen den Genres erfinden die Musiker*innen das »Great American Songbook« auf neue Art und Weise. Der Eintritt ist frei.
Konzertdauer: ca. 1 ¾ Stunden
Konzerteinführung/en
- Uhrzeit: 18:15 Uhr
- Dauer: ca. 40 Minuten
- Ort: Probensaal, Haus C
- Dozent*in: Raphael Landstorfer und Nikolaos Therimiotis, Studierende der Musikwissenschaft LMU
- mehr Informationen
Preise: 68 € | 57 € | 51 € | 41 € | 34 € | 20 €; U30: 14 € | 11 €