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Alexander Zemlinsky: »Die Seejungfrau«, Fantasie für Orchester

Alexander Zemlinsky komponierte seine symphonischen Dichtung »Der Seejungfrau« nach dem bekannten Märchen von Hans Christian Andersen. Die Geschichte handelt von einer Seejungfrau, die sich danach sehnt, ein Mensch zu werden, nachdem sie einen Prinzen vor dem Ertrinken gerettet und sich in ihn verliebt hat. Hilfe erhält sie von der Meerhexe. Diese verwandelt die Seejungfrau in einen Menschen mit der Auflage, die Liebe des Prinzen zu erringen, sonst hat sie ihr Leben verwirkt. Es gelingt ihr nicht, der Prinz heiratet eine andere. War es Zufall, dass sich Zemlinsky diesem Sujet gerade zu dem Zeitpunkt zuwandte, als seine geliebte Alma Gustav Mahlers Frau wurde? Die Schilderung des Meeres bildet den musikalischen Hintergrund, in den verschiedene Themen eingebettet sind. Zemlinsky gelingt es mit seiner Musik, viele Bilder des Märchens zu beschwören: die unstillbare Sehnsucht der kleinen Seejungfrau, den Meeressturm und die glückliche Rettung des Prinzen, den Ball am Meeresgrund, den Gang zur Meerhexe und den abgrundtiefen Schmerz, der die Meerjungfrau erfasst, als sie den Prinzen nicht für sich gewinnen kann. Zemlinsky komponiert sehr illustrativ, ja fast »filmmusikalisch«.

Alexander Zemlinsky

So wichtig Alexander Zemlinsky, der 1871 in Wien geborene und 1942 in der Emigration in den USA verstorbene Schwager und Lehrer Arnold Schönbergs, für die Epoche des Fin-de-siècle und das Musikleben seiner Zeit auch war, so wenig wusste er sich…

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