Im Gegensatz zum Großteil des Bach’schen Orgelwerks wurden die sechs Triosonaten BWV 525 bis 530 nicht für den Kirchengebrauch komponiert. Bach schrieb sie vielmehr als Unterrichtsmaterial für seinen ältesten Sohn Wilhelm Friedemann. Noch heute gelten diese Stücke als Prüfstein für alle Organist*innen, die ihre vollkommene Unabhängigkeit von Händen und Füßen unter Beweis stellen wollen. Drei selbstständige Stimmen treten hier miteinander in Dialog, wobei sich kantable Melodieführung mit einer dichten, kunstvollen Kontrapunktik verbindet. Die Triosonate Es-Dur geht nach heutigem Forschungsstand vermutlich auf ein früher komponiertes Trio für Blockflöte, Oboe und Continuo zurück, was den kammermusikalischen Charakter dieser Sonate erklärt.
— Martin Demmler
Der Leipziger Thomaskantor Johann Sebastian Bach gilt mit seinen Kantaten und Oratorien als der Repräsentant der protestantischen Kirchenmusik schlechthin. Zugleich ist er mit Werken wie "Das wohltemperierte Klavier", "Die Kunst der Fuge" und "Das…