Andreas Herrmann

Andreas Herrmann übernahm 1996 als Chordirektor bei den Münchner Philharmonikern die künstlerische Leitung des Philharmonischen Chores München. Mit diesem realisiert er neben eigenen Konzerten zahlreiche chorsymphonische Einstudierungen für Dirigenten wie Lahav Shani, Zubin Mehta, Lorin Maazel, Kent Nagano, Christian Thielemann, James Levine, Valery Gergiev, Mariss Jansons, Thomas Hengelbrock, Manfred Honeck, Krzysztof Penderecki, Pablo Heras-Casado, Ton Koopman, Philippe Herreweghe, Raphaël Pichon, Barbara Hannigan und viele andere.

Als Professor für Chordirigieren lehrt er an der Hochschule für Musik und Theater in München. Mehr als zehn Jahre dirigierte Andreas Herrmann den Hochschulchor, daneben zeitweise auch den Madrigalchor und den Studiochor der Hochschule. Seine ambitionierten und vielfältigen Konzertprogramme, von Alter Musik mit Originalinstrumenten bis hin zu Uraufführungen mit zeitgenössischem Repertoire, wurden in Rundfunk-, CD- und TV-Aufnahmen festgehalten. Pädagogische Erfolge erzielt er weiterhin mit der Ausbildung professioneller junger Chordirigent*innen aus der ganzen Welt, wie in Spezialworkshops z. B. am Konservatorium Beijing zu Werken von Carl Orff, zu neuer A-Cappella-Musik in Vorbereitung zum Eric-Ericson-Award in Stockholm oder auf Internationalen Meisterkursen sowie als Gastprofessor an der Musikakademie Sofia, am College Conservatory of Music der University of Cincinnati, Ohio und an der Boston University.

Auch mit anderen professionellen Chören, Orchestern und Ensembles entfaltet Andreas Herrmann über sein Engagement bei den Münchner Philharmonikern hinaus eine rege Konzerttätigkeit. Regelmäßige Tourneen als Chor- und Oratoriendirigent führten ihn unter anderem nach Österreich, Frankreich, Italien, Polen, Slowenien, Ungarn, Bulgarien, in die Schweiz, die USA, nach Ägypten, Brasilien, Taiwan und in die Volksrepublik China. CD-Produktionen, wie die mit dem Echo Klassik ausgezeichnete BR-Klassik-Produktion »Merlin« von Carl Goldmark, bei denen er für die Choreinstudierung verantwortlich war, viele weitere Aufnahmen sowie die erfolgreiche Zusammenarbeit mit verschiedensten Orchestern, Ensembles, Rundfunk- und Konzertchören (RIAS-Kammerchor Berlin, Choeur de Radio France Paris, Taipei Philharmonic Chamber Choir, Silesian Philharmonic Choir Katowice, Collegium Vocale Gent, Bulgarian National Radio Choir Sofia, CCM Chorale Cincinnati, WebernKammerchor der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien, Coro Barroco na Bahia Salvador und viele mehr) dokumentieren die internationale Reputation seiner musikalischen Arbeit.

 

Stand: September 2026

credit Tobias Hase