Während Felix Mendelssohn Bartholdys Vater gerne über »Beethoven und alle Fantasten« schimpfte, tat der 18-jährige Felix genau das Gegenteil: Mit großer Begeisterung vertiefte er sich in die späten Streichquartette des Wiener Meisters. Spuren davon finden sich überall in seinem a-Moll-Quartett op. 13. Johannes Bernardus van Bree wiederum zählte Mendelssohn zu seinen Heroen. Der niederländische Komponist, der in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts das Amsterdamer Musikleben prägte, ist heute fast vergessen. Im Schlusssatz seines d-Moll-Quartetts von 1848 scheint der Einfluss von Mendelssohn besonders deutlich durch. Im Vergleich zu den streng rhythmischen, motorischen frühen Werken Philip Glass’ wirkt sein Zweites Streichquartett auffallend lyrisch und introvertiert. Ursprünglich entstanden die vier Sätze als Bühnenmusik für eine Produktion von Samuel Becketts »Company«. Erst später formte Glass das Material zu einem eigenständigen, fast romantisch anmutenden Streichquartett um.
Karten ab 1. Juni 2026
Preise: 25 €; U30: 11 €