Die Triosonate ist so etwas wie der heimliche Star der barocken Kammermusik. Dabei verrät die Gattungsbezeichnung weniger über die Zahl der Mitwirkenden als über das musikalische Prinzip, den dreistimmigen Satz: Zwei Oberstimmen liefern sich einen lebhaften Dialog, darunter sorgt der Generalbass für Fundament und Drive. Die typische Abfolge von langsamen und schnellen Sätzen, oft mit tänzerischem Einschlag, verleiht der Musik zugleich Form und Energie. Sowohl musikbegeisterten Amateuren in adeligen oder bürgerlichen Salons als auch brillanten Virtuosen bot die Triosonate reichlich Entfaltungsmöglichkeiten — zahlreiche frühe Drucke und Neuauflagen belegen ihre Beliebtheit. Ganz im Sinne des »motus animi continuus«, der beständigen Bewegung des Geistes, ist sie alles andere als ein trockenes Lehrstück, sondern vielmehr ein fantasievolles, lebendiges Experimentierfeld.
Karten ab 1. Juni 2026
Preise: 25 €; U30: 11 €